Stadthalle Haiger: Verantwortung übernehmen – Transparenz einfordern

Haiger, 11.02.2026

Bitte das Video am Ende beachten!

Die Würfel scheinen gefallen zu sein

Der Ausspruch beschreibt die Situation, in der eine Ereigniskette oder Handlung, deren Ausgang nicht absehbar ist, unwiderruflich begonnen hat und mit all ihren noch unabsehbaren Folgen nicht mehr rückgängig gemacht oder zurückgenommen werden kann.
(Auszug aus wikipedia)

Nach den jüngsten Beratungen (in den Ausschüssen) wird immer deutlicher , dass der Bau der Stadthalle politisch und administrativ scheinbar nicht mehr aufzuhalten ist. Verwaltung, Magistrat und eine breite Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung stehen hinter dem Projekt.

Mit dem Geld, was z.B der Restaurantbau kostet, könnten andere notwendigen Themen angegangen werden, für die aktuell – aufgrund der angespannten Haushaltslage – keine Mittel zur Verfügung stehen.

Die genannte Kostenobergrenze zudem (all in – für alles – inklusive Ausstattung!), die nunmehr in drei Ausschüssen zur Kenntnis gebracht wurde ist – unserer Meinung nach – definitiv nicht haltbar.
Für uns ist völlig unverständlich, dass sich die Stadtverordneten auf eine solche Begrenzung vertrauen. Dies ist weltfremd. Die massive Überschreitung ist bereits jetzt erkennbar.

Strategiewechsel: Von der Gegenwehr zur Kontrolle

Da eine weitere Blockade keinen realen Einfluss mehr auf das Ergebnis hätte und uns in eine rein verzögernde Rolle drängen würde, verändern wir unsere Strategie.

Wir werden das Projekt nicht weiter aktiv behindern – da es eh nicht mehr aufzuhalten möglich ist.

Aber wir werden es kritisch, sachlich und konsequent begleiten.

Unser Fokus liegt künftig auf:

Volle Kostentransparenz

Wir fordern ein öffentliches Projekt-Dashboard, das für alle Bürgerinnen und Bürger einsehbar ist mit:

  • Aktuellem Kostenstand
  • Terminplanung
  • Baufortschritt
  • Begründungen für Abweichungen

Wenn der mehrfach bestätigte Kostenrahmen überschritten wird, werden wir den Finger deutlich in die Wunde legen.

Und das muss natürlich frühzeitig passieren können!

Strengere Regeln für künftige Großprojekte

Damit sich ähnliche Entwicklungen nicht wiederholen, setzen wir uns ein für:

Mehr Transparenz im gesamten Haushalt

  • Verpflichtenden Folgekosten-Check vor jedem Großprojekt
    (Personal, Energie, Unterhalt, Abschreibung)
    inklusive klar definiertem Stop-/Go-Punkt
  • Standardbauweisen & Typenräume
    (z. B. für Kitas, Feuerwehr, Sport)
    → weniger Sonderlösungen, weniger Nachträge
  • Professionalisierte Projektsteuerung
    mit klaren Meilensteinen, Kostencontrolling und aktivem Nachtragsmanagement
  • Optimierte Beschaffung & Vergabe
    1–3 % Einsparung mögen klein klingen – im städtischen Haushalt sind sie spürbar.
  • Höhere Transparenz der öffentlichen Finanzen
  • Zuschüsse nach klaren Kriterien
    (Wirkung, Reichweite, Eigenanteil, Kooperationen, sinniges Verhältnis von Förderungen und Kosten)

Unser Anspruch

Dieser Schritt ist kein Einknicken.


Er ist eine realistische Einschätzung der politischen Lage und Ausdruck von Verantwortung.

Wir akzeptieren Mehrheitsentscheidungen –
aber wir akzeptieren keine Intransparenz und keine Kostenexplosion.

Unser Ziel bleibt:
Solide Finanzen, nachvollziehbare Entscheidungen und eine Stadtpolitik, die Maß und Mitte wahrt.

👉 Schauen Sie sich unser Video an und machen Sie sich selbst ein Bild.
Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen.

Beitragsbild: eigen (KI), Video: eigen