Haiger, 11.09.2026

Wir unterstützen die Weiterentwicklung der Wirth Unternehmensgruppe und die geplante Recyclinganlage auf der Kalteiche grundsätzlich.
Recycling und die Wiederaufbereitung von Baustoffen sind wichtige Bestandteile einer modernen Kreislaufwirtschaft. Bauschutt, Beton, Asphalt, Boden und Holz können erneut genutzt werden. Auch aus Altreifen lassen sich unter anderem Gummi und Stahl zurückgewinnen. Das spart Rohstoffe und hält Materialien länger im Kreislauf.
Wer Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz ernst meint, muss auch die notwendige Infrastruktur ermöglichen. Unsere Abfälle verschwinden nicht, wenn wir entsprechende Anlagen in Haiger ablehnen. Sie werden dann lediglich an anderen Orten verarbeitet. Das bedeutet zusätzliche Transportwege.
Die Kalteiche grenzt direkt an ein bestehendes Industriegebiet. Für uns ist das grundsätzlich der richtige Standort für ein solches Vorhaben.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen zwei Verfahren. Der Bebauungsplan schafft zunächst nur die planungsrechtlichen Voraussetzungen. Er ist noch keine Genehmigung für den späteren Betrieb.
Welche Materialien tatsächlich angenommen, gelagert oder verarbeitet werden dürfen, wird im anschließenden BImSchG Verfahren geprüft. Dabei geht es unter anderem um Lärm, Staub, Verkehr sowie den Schutz von Boden, Wasser, Natur und Anwohnern. Daraus ergeben sich konkrete Auflagen und Schutzmaßnahmen.
Auch politische Bedenken wurden bereits berücksichtigt. Altbatterien und asbesthaltige Baustoffe wurden in den Ausschussberatungen aus der Vorlage gestrichen.
Für vergleichbare Vorhaben müssen die gleichen Regeln gelten. Dabei darf es keine Rolle spielen, welches heimische Unternehmen investieren möchte.
Unsere Zustimmung ist kein Freifahrtschein. Wir erwarten eine gründliche Prüfung, klare Auflagen und konsequente Kontrollen. Werden alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt, gehören wirtschaftliche Entwicklung, Kreislaufwirtschaft und Umweltschutz für uns zusammen.



